Köln bereitet sich auf Weiberfastnacht vor

Deiters draußen

vor dem Karnevalsladen

Deiters drinnen

im Karnevalsladen - am Ende der Schlange ist die Kasse!

Trinkhalle vorbereitet

und auch der Kiosk bei mir auf der Straße bunkert genug Kölsch - diese roten Kästen sind die, die nicht mehr IN den Laden gepasst haben und deshalb DAVOR stehen müssen

18 February 2009 22:29 | kartothek | 2 Comments

#17 Katharina Hagena - Der Geschmack von Apfelkernen

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Das Spiel um Erinnern und Vergessen interessierte mich schon früh und die Lektüre von Büchern, die um diesen Themenkomplex kreisen, gehört zu einer der wenigen Konstanten in meinem Leseleben. Kein Wunder also, dass Katharina Hagenas
Der Geschmack von Apfelkernen ziemlich schnell einen Platz in meinem “noch zu lesen”-Regal fand. Und in der Woche, in der ich außer im Bett zu liegen nicht viel tun konnte außer schlafen und lesen, da schmökerte ich durch dieses Buch.
Und wunderbar war es! Sätze wie “Und ich stellte fest, dass nicht nur das Vergessen eine Form des Erinnerns war, sondern auch das Erinnern eine Form des Vergessens”, eingeflochten in eine Geschichte, werden wie beiläufig fallen gelassen und sind doch so tief, dass man nicht einfach über sie hinweg lesen kann, sondern zum Nachdenken angeregt wird. Deutlich merkt man hier, dass eine Literaturwissenschaftlerin am Werk ist, die sich mit Erinnerungskultur auskennt.

Erzählt wird die Geschichte von Iris, einer jungen Frau, die zur Beerdigung ihrer Tante Bertha anreist und dort feststellt, dass Bertha ihr das Haus vermacht hat, in dem sie lange lebte und in dem auch Iris viel Zeit verbrachte. Iris bleibt ein paar Tage im Haus, eigentlich möchte sie nur die Erbangelegenheiten klären und überlegen, ob sie das Haus behalten möchte.
Doch die vertraute Umgebung, der Garten, das Dorf, zwingen sie, sich mit ihrer Vergangenheit und ihrer Erinnerung auseinander zu setzen. Und das tut sie wunderbar poetisch und schafft es, dass der Geschmack von Apfelkernen sich geradezu aufdrängt, so intensiv wie er geschildert wird. Überhaupt ist dieses Buch eines der bisher doch recht wenigen, die meinen Geruchs- und Geschmackssinn angesprochen haben.  Ein besonderes Lesevergnügen!

17 February 2009 18:41 | Gelesen | No Comments

Nur so viel III

Es hat leider einen Grund, warum es hier nun einige Zeit ruhig war. Vorletzten Freitag stand eine OP auf dem Programm, die nicht ganz einfach war. Die Diagnose war erst in der Woche zuvor gestellt worden und ich hatte kaum Zeit, mich an den Gedanken der Operation zu gewöhnen. War vielleicht auch gut so, denn mit dem, was nachher an Schwierigkeiten und Komplikationen anstand, hatte ich nicht gerechnet. Eigentlich sollte ich direkt am Montag wieder arbeiten können - doch Pustekuchen. Eine ganze Woche blieb ich daheim, schwer angeschlagen. Und gestern war nun mein erster Arbeitstag “danach”. Und heute, nach Tag 2, fühle ich mich wie überfahren, merke, dass ich immer noch angeschlagener bin, als ich dachte. Das braucht wohl noch etwas Zeit…. aber es wird.

10 February 2009 21:58 | gedankenpuzzle | 2 Comments

Nur so viel II

Schon fast unerwartet und abgehakt kam gestern Abend doch noch der Anruf mit den guten Neuigkeiten. Wir bekommen die Wohnung! Die Wohnung, auf die wir spekuliert, in die wir uns geträumt haben. Das Daumendrücken hat geholfen !

27 January 2009 12:34 | gedankenpuzzle | 1 Comment

#16 Marisha Pessl - Die alltägliche Physik des Unglücks

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Ab und an gibt es Bücher, an die ich einfach keine Nase bekomme. Entweder das Thema gefällt dann doch nicht, obwohl es auf dem Klappentext immerhin so reizvoll erschien, dass ich das Buch kaufte. Oder der Stil, der Ton, ach, da kann ja jede Menge mißfallen.

Um ein Buch bin ich in letzter Zeit länger rumgeschlichen. In Besprechungen wurde es gelobt, sehr sogar, und dann konnte ich irgendwann dann doch nicht widerstehen und hab mir Marisha Pessls “Die alltägliche Physik des Unglücks” gekauft. Trotz des sperrigen Titels freute ich mich auf ein langes Lesevergnügen.
Doch das währte nicht lange. Circa hundert Seiten las ich am Stück, erfreute mich an hübschen Sätzen und netten Gedanken.
Bei einer richtigen Story war das Buch da noch nicht angekommen. Doch irgendwann danach wurde das Buch für mich unlesbar. Zu sehr bemüht, pseudowissenschaftliche Quellenarbeit zu leisten, biographische Nachweise zu integrieren und jedes Zitat zu belegen. Wäre dies nur einmal pro Seite geschehen, wer weiß, vielleicht wäre es mir dann nicht so negativ erschienen. Doch eine derartige Häufung, wie sie im Buch zu finden ist, lässt den Text bald wie eine wissenschaftliche  Hausarbeit erscheinen (mit ein bißchen Geschichte darin).
Und so lege ich schweren Herzens dieses Buch weg, denn das kann ich nicht weiter lesen.

21 January 2009 11:01 | Gelesen | 1 Comment

Die spinnen, die Kölner

Von manch einem hab ich das schon gehört, das Köln irgendwie “speziell” sei, so “anders”, irgendwie “bekloppt”. Und an Tagen wie diesen kann ich das wohl offensichtlich nur bestätigen.

Während ich mich heute morgen auf dem Weg zur Arbeit befand, waren in ebendieser noch Überbleibsel der gestrigen Nacht - in Poldi-Shirts, deutlich angetrunken und Fc-Schals schwenkend.   Auf Plakatwänden und jedem Zeitungsstand strahlte einem ein riesiges Podolskiantlitz entgegen. Köln ohne Poldi? Das geht wohl nicht. Und tagsüber gibts kaum ein anderes Thema als die Poldiparty und Obama. Meist ist Poldi wichtiger.

Auf der Rücktour sammelte sich dann die ganze Beklopptheit. Auf dem kurzen Weg heim traf ich auf drei Männer, ja es waren ausschließlich Männer, die lautstark mit sich selbst gesprochen haben. Während Mann 1 uns erzählte, dass wir ja Operation Wallenstein nie vergessen dürften, stänkerte Mann 2 über Uli Hoeneß. Mann 3 suchte lautstark und heftig gestikulierend: “busca puta”. Ahja.

Nebenan saß ein Mädchen, das maximal 41 Kilos wiegt, sogar ihre Stiefel schlackerten an ihr. Sie telefonierte, wie auch sonst, mit einem goldenen Dolce&Gabbana-Handy.  Nee, am Wochenende könnte sie nicht, da wäre sie in Mailand. Nee, sie würde nie viel von den Städten sehen, nur die Studios. Aber nette Menschen lerne sie kennen, also nicht die, die für das Essen sorgen, aber die Stylisten wären schon nett.Meistens.

Ich muss umsteigen und kann ihren Weisheiten leider nicht weiter lauschen. Mit mir steigt ein Mann in die Bahn ein und guckt sich die Mitfahrenden an. “Hej Obama!”, sagt er laut. Ein dunkelhäutiger fühlt sich angesprochen und fragt “meinst du mich?” “Natürlich mein ich dich, oder ist hier sonst noch jemand…”  “Männlich?”, antwortet der Angesprochene. “Haha!”, lachen beide. Keine Spur von seltsamer Stimmung. Und dann unterhalten sie sich über die mutmaßliche Rede von Obama am Abend.

Auf dem Weg heim fällt mir ein, woher ich den dunkelhäutigen Mann kannte. Er ist der Chef des afrikanischen Restaurants am Ende der Straße. Von wegen Obama.

20 January 2009 19:30 | großstadtabenteuer | No Comments

Nur so viel

Das, genau das, war endlich die Wohnung, die ich will. Und jetzt heisst es eine Woche warten, ob ich sie auch bekomme. Also ist Daumendrücken angesagt!

19 January 2009 16:08 | gedankenpuzzle | 1 Comment

Dass wir im Moment auf Wohnungssuche ist, ist ja kein Geheimnis.  Ich stelle fest, dass die Wohnungssuche eines der letzten großen Abenteuer der Großstadtbevölkerung ist, mit allen Vor- und Nachteilen. Wobei ich momentan den Eindruck habe, dass die Nachteile überwiegen.

Unser letztes Abenteuer jedenfalls gibt es in Kolumenform, denn: Der Wahnsinn hat einen Beruf: Vermieter

13 January 2009 15:33 | gedankenpuzzle | 2 Comments

Wohnungen suchen ist kein Spaß.

Und gestern abend war nur ein weitere Beleg dafür. Wir fahren in einen Vorort, die Bahn ist übervoll, die Straßen sind (obwohl der Schnee mittlerweile zwei Tage her ist) immer noch nicht geräumt. Bis wir am gesuchten Haus ankommen, gehen wir mehr als zehn Minuten von der “nahegelegenen” Bahnstation. Zehn Minuten sind wir zu früh, der Makler lässt auf sich warten. Zwanzig Minuten nach der verabredeten Zeit taucht er auf  - im Schlepptau einen jungen Mann, der später in einen Audi TT einsteigen wird. Anscheinend zahlungskräftige Klientel. Uns jedenfalls teilt er mit, dass er die Wohnung gerade vergeben hat und sie für uns zwei eh viel zu klein wäre. Dabei war sie mit 80 m² ausgeschrieben.

Wir stapfen also zurück durch den Schnee zur Bahn. Die Füße eiskalt, die Gesichter rot gefroren. Es wäre ein Traum, nun schnell nach Hause zu kommen. Doch weit gefehlt. Mit den Kölner Bahnen ist es nämlich immer so, dass sie gerade dann nicht kommen, wann man sie braucht. Und wir brauchten sie sofort. Doch sie kam mit 40minütiger Verspätung. Das ist schon eine Kunst für eine Straßenbahn, die normal im 10-Minuten-Takt fährt.

Schlußendlich kommen wir doch zuhause an, halb totgefroren, die Zehen nur noch Eisklumpen. Vorort ist erstmal gestrichen. Und Wohnungssuche am liebsten auch - doch das geht leider nicht. Also, auf ein Neues!

8 January 2009 14:53 | la vida quotidiana | 4 Comments

Köln im Schnee

Köln versinkt im Schnee. Naja, zumindest gestern. Obwohl es mich wunderte, wie lange nicht geräumt wurde, lief doch alles glatt. Heute hingegen, als die Straßen längst wieder frei waren und kein Schnee mehr fiel, brach Chaos aus. Bahnen fuhren nicht, Autos bauten Unfälle und der Weg zur Arbeit, der sonst in 18 Minuten zu erledigen ist, benötigte heute 55.  Und das innerhalb einer deutschen Großstadt und nicht irgendwo im Hinterland. Wer sich einen tollen Eindruck verschaffen will, wie Köln im Schnee aussieht, der schaue sich Asphars Preview seines neuesten Gigapixelphotos an - unbedingt empfehlenswert!

6 January 2009 18:11 | kartothek | 1 Comment

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