#18 Alois Hotschnig - Leonardos Hände
Kurt Weyrath macht sich auf die Suche nach Anna Kainz um sein Gewissen zu beruhigen. Denn der Rettungsfahrer
hätte niemals Fahrerflucht bei einem schweren Autounfall begehen dürfen, bei dem Annas Eltern starben. Auch sie ist schwer verletzt und liegt im Koma. Kurt besucht die ihm unbekannte Frau und hält Wache an ihrem Bett, immer in der Hoffnung, dass sie wieder aufwacht und zugleich in der Furcht, sie könnte in ihm den Mörder ihrer Eltern erkennen.Er malt sich aus, wer diese Anna überhaupt war und wandelt auf ihren Spuren, um ihr näher zu sein.
Leonardos Händeist kein einfacher Leseschmöker. Es ist auf eine Art experimentell geschrieben, dass es dem Leser nicht einfach fällt, den Einstieg in eine Geschichte zu finden, die sich erst am Ende als eine tatsächliche Geschichte offenbart. Erzählbruchstücke, tagebuchähnliche Notizen, Gedankengänge fordern den Leser und seine Aufmerksamkeit.
Doch schafft man den Einstieg, dann offenbart sich eine Gedankenwelt, die zum Nachdenken anregt. Intensiv und unter die Haut gehend zeigt diese Geschichte auch ein völlig anderes Ende als erwartet.




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