Fünf Jahre

Nach fünf Jahren habe ich gestern einmal meinen Spind ausgeräumt. Es ist wirklich wahnsinnig, was sich dort alles angesammelt hat - obwohl man ihn ja eigentlich nur für eine Hose und ein paar Schuhe braucht. Ja, ein paar Schuhe. Ausgeräumt hab ich drei. Und drei Hosen. Zig Deos, Labellos, Shirts, Bonbons, was auch immer. Drei Taschen hab ich nach Hause geschleppt.

Aber ich hätte nicht vermutet, dass es mir so zu Herzen gehen würde, die Gänge, die ich häufiger gegangen bin als meinen Schulweg, auf denen ich Tausende von Kilometern zurückgelegt habe, ein letztes Mal zu gehen. Ein seltsames Gefühl. Und auch wenn ich innerlich froh bin, zumindest teilweise, nun eine anderen Wirkungskreis gefunden zu haben, so ist die Arbeit dort doch ein Teil von mir gewesen und nicht wegzudenken. Sie fehlt mir - und das schon nach einem Monat. Gestern die Stammgäste und die lieben Kollegen zu sehen, die wahrhaft traurig waren, machte auch mich traurig. Verstohlen wischte ich mir ein Tränchen aus dem Augenwinkel - und ab sofort muss ich lernen, wie es ist, wenn man einmal ein komplett freies Wochenende ist. Und, was auch seltsam ist: Ich muss in der Zeitung nachgucken, wie der KEC gespielt hat.

1 December 2008 | | gedankenpuzzle | Comments

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