Von aufgehenden und schließenden Türen.
Der Mensch setzt in viele Dinge große Hoffnung. Oft nicht bewußt oder gewollt, doch liegt es in der menschlichen Natur. Ein Dasein ohne jegliche Hoffnung - das wär doch nichts.
Und doch liegt es in der Natur der Hoffnung, dass diese nicht immer erfüllt wird. Sprich, die Nichterfüllung der Hoffnung ist zu Beginn an einzukalkulieren.
Leider liegen meine Stärken nicht unbedingt in der Kalkulation und schon gar nicht in der Einberechnung möglicher negativer Effekte und so geschieht es immer wieder, dass meine Hoffnungen enttäuscht werden. Das ist an sich nicht schlimm, schließlich gibt es verschiedenste Intensitäten von Hoffnungen, deren Enttäuschung nicht den gleichen Effekt haben. Natürlich ist es ärgerlich, wenn man auf gutes Wetter am Wochenende hofft, es tatsächlich aber regnet. Ärgerlich, aber mehr auch nicht. Schade ist es, wenn sich eine Tür schließt, von der man gehofft hatte, sie würde sich weit öffnen. Doch auch dann hilft noch die Hoffnung, dass sich eine andere Tür öffnet, wenn sich eine Tür schließt. Das Leben in der Retrospektion beweist dies nur allzu oft. Doch die Hoffnung, das eine Tür geöffnet bleibt, stirbt, wenn diese Tür für immer zu geht und sich keine andere öffnen will, weil es die Gesetze der Natur nicht zu lassen. Das ist das schwierigste Unterfangen, die Seele nicht zu Grunde gehen zu lassen, weil die Hoffnung stirbt. Ab jetzt werde ich versuchen, zu akzeptieren, dass sich diese Tür geschlossen hat. Aber ich werde nie aufgeben, darauf zu warten, dass möglicherweise doch noch eine andere Tür aufgeht.




One Response to “Von aufgehenden und schließenden Türen.”
1 Jules 2 August 2008 @ 8:48 pm
Hm, sehr kryptisch, aber das soll vermutlich … ich drück dir jedenfalls die Daumen, dass doch noch eine andere Tür auf geht.
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