Absehbar
Gestern sprachen wir darüber, dass wir vor nun beinahe einem Jahr uns darauf gefasst machten, dass dies kein einfaches Jahr werden würde, sondern ein Jahr, an dem an vielen Fronten gekämpft und viel Energie investiert werden müsse.
Hatten wir eine Ahnung. Was wirklich daraus werden würde, wusste doch keiner. Zu den “vielen” Fronten, die wir erwarteten, kamen noch ungefähr einmal doppelt soviel hinzu. Jetzt liegt das Jahr so langsam in den Endzügen, die Wochen sind endlich absehbar, das Ziel beinahe zum Greifen nah. Doch es hat Spuren hinterlassen. Momentan fühle ich mich wie ein Schwamm, ausgelaugt und energielos. Freitag nach der Klausur bin ich gar in den 20 Minuten im Zug beinahe ernsthaft tief eingeschlafen. Die Anstrengungen fordern ihren Tribut, die Erschöpfung ist mehr als oberflächlich.
Doch immerhin kann ich ab heute das Englische an Seite legen und mich anderen Dingen widmen, die mich auch nicht wirklich interessieren. Zwei Prüfungen stehen noch an, eine schriftlich und eine mündlich. Achja. Nebenbei geht auch das Manuskript in die zweite Runde. Die Bewerbungsfront verlangt auch Aufmerksamkeit. Und das bißchen Haushalt, das geht doch nebenbei. Oder nicht? Egal. Endlich sind die Wochen absehbar…




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