Und mitten im Gespräch war sie auf einmal da, die Frage, die ich nicht mehr hören mochte, damals im Bewerbungsmarathon. Mehrere Jahre hab ich sie nun an Seite geschoben, und nun taucht sie unerbittlich wieder auf und verlangt Antwort: Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Ja verdammt - was soll man denn darauf für eine Antwort sagen? Ich weiß nicht einmal, was mir der Sommer bringt, weiß weder Stadt noch Land, noch Beruf oder Branche. Möglichst realistisch soll diese Antwort sein - doch wie soll ich das ernsthaft beantworten können, wenn ich doch nichts als Illusionen vorweisen kann. Das sind doch Fragen, die kein Mensch braucht und nur zum Schrecken aller Bewerber gestellt werden. Genau wie: Und warum, denken Sie, sind Sie die Richtige für den Job?




3 Responses to “”
1 Dirk 24 April 2008 @ 6:13 am
Gibt es echt noch Personaler, die solche Fragen stellen? Oder sind das alles nur Leute, die früher einmal falsch auf diese Frage geantwortet haben?
2 deeli 24 April 2008 @ 12:32 pm
Offensichtlich gibt es die. Aber, wenn man darauf falsch antworten kann, dann kann man wohl auch richtig darauf antworten: Also, was sagt man.
Als Frau wohl definitiv besser nicht: In fünf Jahren möchte ich Hausfrau und Mutter sein. Aber ansonsten?
3 Jana 25 April 2008 @ 1:49 pm
Eigentlich lässt sich darauf nur genauso verschwurbelt, wie die Frage ist, antworten. Soll heißen, du lässt erkennen, dass dir einerseits ein gewisses Voranschreiten in deiner Karriere wichtig ist, du aber auch um Konstanz bemüht bist (schließlich wollen die Personaler nicht, dass du dir nach einem Jahr schon wieder eine andere Stelle suchst).
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