Ein verlängertes Wochenende im Bett

Das hört sich verheißungsvoll an, nach heißen Nächten und gemütlichem Faulenzen. Nach Fernsehen soviel man mag und Frühstück im Bett.

Bei mir allerdings hört sich das nach Novalgin an und nach schweren Migräne- und Magentropfen. Nach tagelangem Liegen im Dunklen und einer Metallzwinge auf dem Schädel, der langsam, aber stetig einen Nagel in das Schädelinnere vorantreibt. Danach, dass selbst das Umdrehen im Bett zu laut ist und mir das Schluckgeräusch Ekel verursacht, der mich ins Badezimmer treibt.

Und dann, wenn so gar nichts mehr geht und man nicht mehr weiter will und kann und nur noch liegt und darauf wartet, dass es endlich vorbei geht, dann bin ich froh, wenn ich nicht alleine bin. Denn auf der einen Seite ist es natürlich Mist, wenn gerade ein solches Wochenende, wenn der Liebste da ist, der Migräne zum Opfer fällt. Auf der anderen Seite ist es Linderung für mich, dass jemand da ist, der hört, ob ich regelmäßig atme. Der dafür sorgt, dass ich genug trinke und auch einmal in drei Tagen ein halbes Brötchen zu mir nehme.

Und wenn es dann vorbei ist, dann fällt alles von mir ab und nach zwei, drei Tagen ist wieder alles vergessen. Nur eins nicht: dass du da warst.

18 March 2008 | | la vida quotidiana | Comments

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