Erkenntnis, wenn auch nicht einfach.

Ich glaube, ich wäre eine gute Mutter. Aus vielen Gründen, die zum größten Teil hier nichts zur Sache tun, aber auch aus dem Grund, dass ich mich aufopferungsvoll um andere kümmere. Manchmal jedoch zu sehr und dann stecke ich selber zurück, damit es anderen besser geht. Dass das nicht gut ist, weiß ich selber. Zumindest hinterher.

Doch immer wieder verleihe ich mein Ohr, höre zu, stunden-, tagelang. Versuche zuzuhören, wenn schweigen gefragt ist. Finde tröstende Worte, wenn Trost gebraucht wird. Verteile Tritte in Hintern, wenn das verlangt wird.  Ich begleite, trauere, hoffe mit.

Nun, wo ich selber Motivation benötige, jemanden, der mir zuhört, ist niemand von diesen Menschen da.  Stattdessen geht das Spielchen mit dem Seelenmülleimer weiter. Ich fühle mich ausgesaugt, wie ein ausgedrückter Schwamm.
So kann es nicht weitergehen. Ich muss für mich da sein, mich aufbauen. Ich hab genug zu tun, jeden Tag aufs Neue brauche ich meine Kraft. Ich mag keine Tränen mehr am Telefon, ich bin für etwas mehr Freude in meinem Leben. Also werde ich mich bemühen, etwas mehr Abstand zu bekommen. Das wird nicht leicht, aber es muss wohl sein…

1 March 2008 | | gefühlschaos | Comments

One Response to “Erkenntnis, wenn auch nicht einfach.”

  1. 1 der Kräuterapotheker 3 March 2008 @ 9:01 pm

    Ich empfehle Johanniskraut. Natürlich nur als Ergänzung zum Für-sich-selbst-Dasein, nicht als Ersatz.

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