Tag 1

Das lustigste Gespräch hörte ich schon auf dem Weg zur Halle. Der Metzgermeister von der Ecke schließt seinen Wagen ab, langsam fährt ein dunkler Wagen an ihm vorbei. Zeitgleich wird dort das Fenster heruntergekurbelt. Irritiert schaut der Metztger in den Wagen. Der Fahrer: “Nee, ich wollte nichts von Ihnen.” Der Metzger: “Ah okay.” Der Fahrer: “Oder möchten Sie diese zwei Frauen hier haben? Die sind auch hübsch und ausgesprochen lustig!” Im Hintergrund hörte man es nur noch kichern…

In der Halle dann: Eine Art gelöste Spannung. Es ist nicht so anstrengend wie sonst, dafür ein Prozedere, was nur einmal im Jahr kommt. Dementsprechend sind alle aufgeregt, ob auch alles so klappt, wie geplant. Aber dafür ist der erste Tag, da wird sich warmgelaufen. Schließlich haben wir noch 10 Tage vor uns. Bei mir klappte es ausgesprochen gut, alle waren zufrieden, sogar sehr. Ich habe einen eigenen Security. Der ist allerdings so gefährlich, dass nicht mal ich Angst oder Respekt vor ihm hätte.

Die Freundin fehlt, schmerzlich sogar. Aber so spielt das Leben. Doch es ist nicht mehr das Gleiche. Geben wir den Tagen die Chance, nicht so zu sein wie früher, doch das muss ja nicht bedeuten, dass sie schlechter werden.

Ansonsten? Relativ ruhig - die Gäste müssen ja heute wieder arbeiten. Heute abend wird das wohl anders aussehen. Denn schließlich kann man heute sorgenfrei trinken. Wir werden sehen.

Erkenntnis des Tages: Der angenehmste Luxus ist mit dem Taxi nach Hause zu fahren und 5 Minuten später endlich im ersehnten Bett zu liegen.

25 January 2008 | | la vida quotidiana | Comments

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