Wenn Unglück und Segen nah beieinander liegen
Als ich Freitagnacht von der Arbeit nach Hause komme, erwartet mich die Hiobsnachricht: Der Laptop ist kaputt. Während der Liebste surfte, wurde der Bildschirm auf einmal schwarz und der Rechner startete nicht mehr. Wut machte sich in mir breit, das durfte doch nicht wahr sein! Gefühlte drei Minuten vor Abgabe der Magisterarbeit - einfach der Rechner kaputt? Und was ist mit den Daten?
Doch der Gedanke der mir Hoffnung gab - wenn der Liebste das nicht hinkriegt, wer dann? Dummerweise ist nur sein Laptop gerade in der Reparatur, also blieb ihm nicht viel übrig, als zwischen Internetcafé und Wohnung hin und her zu tingeln. Beim Quatschen mit dem Betreiber des Ladens sprang dann auch noch ein Jobangebot raus, ob er nicht bei ihrem PC-Reparaturdienst mitmachen wolle. Neben dem Erstellen der Sicherheitsdisketten für mich setzte er dort noch einen Laptop auf Ubuntu auf.
Doch nachmittags dann die Frustration: Es klappt nicht. Der Bios-Chip scheint kaputt zu sein. Also Laptop eingepackt und ab zu einem Superspezialsuperschweisser für Bios-Chips, der zufällig 3 Straßen weiter ist. Es dauert wohl circa 5 Tage, ich bin gespannt.
Doch das Beste ist: Sie haben die Festplatte ausgebaut und die Daten sind nicht beschädigt. Nach dem Hinblättern von ein paar Euros erstanden wir einen Rahmen für die Festplatte, so dass ich prinzipiell an der MA weiterarbeiten könnte. Wenn ich denn einen Rechner hätte. Ein Anruf später hatte ich auch den.
Der Liebste rief meinen Vater an. Der setzte sich ins Auto und brachte mir seinen Laptop im Tausch gegen eine Tasse Kaffee. Also scheint erstmal alles in Ordnung zu sein. Jetzt drück ich die Daumen, dass diese Reparateure den Laptop wieder repariert kriegen und dass das nicht ein halbes Vermögen kostet. Und dann sehen wir mal weiter…




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