Es ist Montag.

Montag war sonst immer der Tag, an dem der Liebste morgens zurück in sein Leben fährt. An dem die Woche langsam beginnt. An dem ich die Höflichkeitskolumne schreibe, die mittlerweile ganz schön gelitten hat. Ich finde weder Inspiration, noch Muße, noch Zeit dafür zur Zeit. Das tut mir leid, denn es ist ein größeres Herzenskind, als viele vielleicht denken. Sie fehlt mir. Sehr sogar. Und doch gibt es keine Alternative dafür als sie im Moment einfach nicht zu schreiben. Doch es werden auch andere Zeiten kommen, vielleicht schon bald. Und dann gibt es wieder neue Kolumnen.

Auch mein Wochenende ist schon seit langem nicht mehr so, wie es früher war. Selbst wenn der Liebste da ist, steht nicht mehr das Freizeitvergnügen im Vordergrund, wie es das so lange tat. Im Kino waren wir schon lange nicht mehr, ausgehen stand auch schon ewig nicht mehr auf dem Plan. Stattdessen sitzen wir zusammen am gleichen Tisch, trinken einen Tee und arbeiten jeder an seinem Laptop. Was für ein Leben.
Unterbrochen wird es von Phasen, die eingeleitet werden durch “ich muss hier mal raus”. Samstag ging es in die Stadt, die letzten Geschenke kaufen. Sonntag dann auf einen niedliche, gemütlichen kleinen Weihnachtsmarkt, der endlich einmal meinem Empfinden für einen Weihnachtsmarkt gerecht wird. Kein Prüll, keine tausend Essenstände, keine absolute Überfüllung. Stattdessen liebevoll dekorierte Stände, teilweise mit Kunsthandwerk, teilweise mit Kulinarischem, und an jedem kann man stehen bleiben und in Ruhe gucken oder probieren. Das gefällt mir. Da werden wir auch nächstes Jahr wieder hingehen. Die großen Weihnachtsmärkte in Köln, die reizen mich schon lange nicht mehr…

Es ist Montag. Und schon wieder sitze ich hier am Laptop und ringe nach Worten. Kämpfe mit dem Syntaxferkel in mir und schlage die Hände über dem Kopf zusammen, vor all dem, was noch zu tun ist bis zum Wochenende. Da werden wohl Nachtschichten eingelegt werden müssen. Denn, und das hab ich im Gefühl, die MA wird fertig werden, noch vor Weihnachten. Und dann kann ich sie in die Hände meiner Korrekturleser legen und mir ein paar schöne Tage gönnen. Naja beinah. Vorher erwartet jemand noch ein Inhaltsverzeichnis von mir. Und die Weihnachtspost. Und die Geschenke. Und die Tasche packen. Ach ja. von den zwei Arztbesuchen wollen wir gar nicht reden. Obwohl…Donnerstag ist Massage bei McDreamy…

17 December 2007 | | im zwiebelkeller, gedankenpuzzle | Comments

One Response to “Es ist Montag.”

  1. 1 madamesauvage 17 December 2007 @ 2:16 pm

    Hehe, das mit den Laptops erinnert mich an den Belgier und mich. Nur sitzen wir auf der Couch statt am Tisch. Nach wenigen Minuten sagen wir dann: ‘Guck Dir das an: ein Beraterpärchen am Wochenende.’ Dann lachen wir herzlich, legen die Laptops an die Seite und wenden uns den Dingen des Lebens zu, die nichts mit diesen Rappelkisten zu tun haben.

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