was war das für eine nacht
liegen konnte ich nicht, weil der kopf wehtat wie sonstnochwas. kein wunder, wie bei einer “normalen” massage quälte mich der nachschmerz. nur diesmal leider am ganzen kopf. wie eine schraubzwinge, die immer enger gezogen wird.
doch die herzschmerzen übertrafen alles gestern. denn das, was ich so lange jetzt schon verdrängt habe, ja, bewusst, das bahnte sich gestern wieder einen weg nach oben. der verlust, der mich immer noch quält. denn auch die seile, die ich benutzte, um die stücke meiner seele wieder mühsam zusammen zu kitten, täuschen nicht darüber hinweg, dass sich darunter kein ganzes befindet, sondern nur ein zersplittertes abbild dessen, was einmal glücklich und zufrieden war.
tränen bahnten sich ihren weg. mir selber machte ich vor, dass es tränen des schmerzes waren und das waren sie wohl auch, doch wohl noch ein bißchen mehr als das. es nutzt nichts. sowohl bei dem einen als auch bei dem anderen heisst es abwarten. und zähne aufeinander beißen. denn so lange es noch schmerzt, lebt man noch. denn das ist die große problematik des lebens, alles verändert sich. die zeit bleibt nie stehen. und so bleibt mir nicht viel, als darauf zu warten, dass die zeit vergeht und hoffen, dass ich nicht am nächsten morgen mit migräne dastehe.




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