Abendgedanken
Morgen steht sie an, die Halbzeit. Ab morgen sind es noch ungefähre 6 Wochen. Die Zeit rennt mir unter den Fingern weg und jeder Tag, an dem ich nicht das mir selbst auferlegte Pensum schaffe, zehrt an meinen Nerven. Mittlerweile sind es fast zwei verlorene Wochen durch Arbeit und Krankheit und Kopf und Körper machen nicht mehr mit.
Planlos höre ich Ihr zu. Kann ihr nicht folgen und verzweifel an meinen Versuchen. Was ich jetzt brauche ist endlich einmal Ruhe. Ich muß wieder zu mir selbst finden und mein Tempo finden. Den Takt, wie er jetzt ist, kann ich nicht halten. Ich rase wie ein Hamster im Laufrad, schlafe nur halbe Nächte und komme trotz allem nicht zu den gewünschten Ergebnissen. Da hilft nur eins: Abspringen. Und das werde ich tun. Morgen muss ich noch einmal arbeiten. Und ab Donnerstag: Jaa, ab Donnerstag fängt die neue Zeitrechnung an. Dann ist November. Dann widme ich mich wieder mehr dem Wichtigen. Ruhe mich aus und bemühe mich, einmal die Nächte durchzuschlafen. Und mir selber Mut zu machen. Denn ich schaffe das, das weiss ich. Ich brauch nur noch etwas Zeit.
Wie heisst es so schön? Zweifeln wir an der Power, dann powern wir auch unsere Zweifel. Ein bißchen Auflehnung ist noch in mir.




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