Mutmachen mal anders
Ja, ich gebe es zu: Die letzten Tage pendelte sich meine Laune ziemlich gegen 0 ein. Die Diagnose und die damit zusammenhängende Ernährungsumstellung hat mich ganz schön umgeworfen und verbunden mit dem enormen Stresspensum der Woche und erhöhtem Schlafentzug war dieser Stimmungsabfall wahrlich kein Wunder.
Seit Tagen denke ich nun so viel über Essen nach wie noch nie zuvor in meinem Leben. Weil ich einfach nicht mehr weiß, was ich essen kann. Und dann packt jemand in einem anderen Ort einen Korb und kündigt einen Besuch an. Einen Besuch, der mir gerade jetzt gar nicht passt. Doch aus Termingründen bin ich gezwungen, das Treffen am Nachmittag zu akzeptieren, obwohl es für mich bloss noch mehr Stress bedeutet.
Doch dann: Der Korb ist gefüllt mit einem Essen, über das ich mir diesmal keine Gedanken machen muss. Und mit ein paar netten Worten, die mir Mut machen sollen. Ja, sagt sie, das ist alles scheisse, aber vergiß nicht, es gibt auch noch Essen, was schmeckt, und du essen darfst. Sagt es, und stellt sich in meine kleine Küche und kocht Muscheln in Weißweinsud.




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