der knoten scheint geplatzt zu sein

endlich habe ich das gefühl angekommen zu sein. endlich perlen sich worte an worte, sätze an sätze, das weiß des papiers  wird zunehmend von schwarzen lettern bedeckt.

wochenlang schlich ich herum um die ersten sätze jenes papieres. mogelte mich in ausflüchte, legte neue dokumente an um zu strukturieren, was langsam an struktur gewinnt. räumte blätter von hier nach da, musste erst einmal ein system finden, in dem ich mich zurechtfinden würde, um mich nicht im papierdschungel zu verlaufen. notizen über notizen, post-its in zehn verschiedenen farben verwandelten meinen schreibtisch in eine konfetti-hölle.

einen heidenrespekt hatte ich vor jenen ersten worten auf dem weiß. vor ein paar tagen wagte ich mich dann endlich, nach wochen heran, ohne den anspruch, direkt die perfekten sätze zu finden, hauptsache, der anfang war erst einmal gemacht.

und heute? was für ein furioser start.  endlich ein buch, was mir hilft, endlich eine sprache, die in mir etwas zum klingen bringt. und auf einmal ist die traurigkeit verflogen. ja, jetzt hab ich sogar spaß daran, hier seit stunden auf die tastatur zu hämmern. ein lächeln macht sich breit, als ich sehe, dass die ersten zehn seiten geschafft sind. und es wird weitergehen. davon bin ich jetzt überzeugt. jetzt glaube ich an mich.

11 September 2007 | | im zwiebelkeller | Comments

One Response to “der knoten scheint geplatzt zu sein”

  1. 1 Dirk 11 September 2007 @ 8:06 pm

    Klingt gut! Keep up the good work! Mach sie nieder ;)

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