handwerkerbeglückung
es ist halb sieben und ich bin völlig aus dem schlaf gerissen. klar, schließlich ist mein tagesablauf nicht dafür bekannt, bereits mitten in der nacht zu beginnen. zu enden aber schon.
der grund - handwerkerbesuch. ich hasse es. ich kann gar nicht oft genug sagen, wie sehr ich es hasse. kurz nach sieben klingelt es an der tür, draussen regnet es in strömen und drei patschnasse, dreckspuren hinterlassende männer in flanellhemden betreten meine wohnung. treten umher (warum eigentlich immer auf den teppich?) und nerven mich unendlich. und das sogar schon nach dem zweiten kaffee. ich kenne mich ja und wollte sie nicht ohne grund vor dem ersten kaffee nicht empfangen.
lachend und giggelnd ziehen sie mich auf, weil ich todmüde am schreibtisch sitze und fast wieder einschlafe.
ich quäle mich durch den morgen und ehe ich mich versehe ist es mittag. ich beginne, ein bißchen hinter ihnen her zu räumen. aber eigentlich unnütz, denn um vier uhr nachmittags stehen sie erneut vor der tür, müssen noch was abschmirgeln.
wieder. dreck, stiefel, stapfen. wieder. schlechte laune.
ich will nicht mehr. ich mag keine handwerker.




One Response to “handwerkerbeglückung”
1 Blabbermouth 25 July 2007 @ 12:51 pm
In der Südstadt regnet es? Armes Ding
Und: Waren sie etwa NICHT muskulös und braungebrannt?
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