was ist denn davon zu halten,
dass die kölner verkehrsbetriebe essen und biertrinken in bus und bahn verbieten wollen? und das ganze nach düsseldorfer vorbild? seit wann machen wir denn denen was nach?
natürlich ärgert man sich über den typ, der nach knoblauch stinkenden döner in der bahn isst, während einem selbst der magen über den knien hängt.
natürlich sind nach alkoholikariechende mitmenschen, die in der bahn den wohl fünfzehnten korn trinken, abstoßend. niemand mag gerne neben diesen sitzen.
wer sich nicht dran hält, fliegt raus oder zahlt zwanzig euro strafe. so der plan.
wer freitag oder samstag abends oder nachts einmal in die stadt fährt, dem ist das bahnbierchen bei jungen menschen kein unvertrauter anblick. ja, es ist wahr, häufig regen sich provinzler darüber auf, dass hier bereits in der bahn getrunken wird. ein kollege aus ostwestfalen sagte mir einst, dass er genau das an dieser stadt mag, dass er sich sein feierabendbierchen schon in der bahn gönnen kann, denn in rheda-wiedenbrück würde man dafür gelyncht werden.
ich würde ja auch gerne sehen, wie kvb-mitarbeiter jeden aus der bahn werfen, der kölsch oder kurze trinkt und dazu ne frikadelle ist.
was haltet ihr davon?




5 Responses to “was ist denn davon zu halten,”
1 neous 23 July 2007 @ 9:30 pm
Hm…schwierig. Aber die Argumentation mit dem Feierabendbierchen…ist halt Gewöhnung. Wenn man es nicht kennt, kann man gut darauf verzichten. Wenn man es “braucht”, dann ist es sicherlich schade…
2 SoE 24 July 2007 @ 12:36 am
Ich würde verhungern… So oft wie ich morgens mit einem Brot in der Hand in den Bus springe…
3 Lela 24 July 2007 @ 9:30 am
Prinzipiell habe ich nichts gegen Essen und Trinken in der Bahn. Letztens jedoch wünschte ich mir und meiner Mitfahrerin verzweifelt einen KVB-Mitarbeiter, der mich vom Anblick der mir gegenübersitzenden Person befreien möge. Das war wirklich kein schöner Anblick, der uns da geboten wurde, denn wir hatten allzu tiefen Einblick in die Zustandsveränderung eines Brötchens beim Kauen. Vom Kauen mit geschlossenem Mund hatte die Dame wohl noch nie gehört, dazu kam noch, dass sie, die ohnehin schon aussah wie eine kleine Bulldogge, das Brötchen in einer Tüte versteckt hielt, immer kleine Fetzen vom Brötchen abriss, diese in den Mund stopfte und gut sichtbar und geräuschvoll verspeiste. Selten war ich so froh, dass die Bahnfahrt beendet war. Gut, dass soetwas eher die Ausnahme ist.
4 madamesauvage 24 July 2007 @ 6:46 pm
Düsseldorfer Vorbild war das erste, an das ich denken musste.
Dass ich das einzig und allein in Köln als nicht unangenehm empfinde, das zweite.
Da soll die KVB mal schön die Finger von lassen.
5 lady-kinkling 24 July 2007 @ 10:05 pm
Betrunkene in der Bahn sind schon ein Problem. Andrerseits - dann könnte man ja nie mehr am Wochenende abends nach Hause fahren, haha.
Ich finde, die Bahn ist doch so ein geeigneter Ort, um in Ruhe eine Zwischenmahlzeit einzunehmen oder ein Vorbier. Dafür 20 Euro, das geht nicht zusammen. Wird das in Düsseldorf wirklich betrieben?
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