Schwules Bier

bier.jpg

Gut, ich muss zugeben, ich hab kein Originalfoto. Aber so ungefähr sieht ein Plakat aus, welches momentan die ganze Stadt bekleidet. Bezug nimmt das ganze auf den Christopher Street Day, der hier am Wochenende stattfinden wird.

Sowas, das ist Köln in Reinkultur. Das ist etwas, was ich an dieser Stadt liebe, sie nimmt sich selber nicht zu ernst.

Oder kann sich jemand eine ähnliche Werbung mit einer anderen regionalen Biersorte vorstellen?

Schwules Paderborner Pils vielleicht? Allein der Gedanke lässt mich grinsen.

5 July 2007 | | gedankenpuzzle | Comments

8 Responses to “Schwules Bier”

  1. 1 lela 5 July 2007 @ 10:12 pm

    SadoMaso Erdinger. “Ich möchte diesen teppich klopfen.” Das wäre mein Favorit.

  2. 2 Chris 5 July 2007 @ 11:00 pm

    Slogan: “Freiburg hat die schönsten Frauen.”

    Daneben das Bild von Biergit, der Dame auf dem Etikett von Rothaus Tannenzäpfle:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Badische_Staatsbrauerei_Rothaus

    Das zündet, imho.

  3. 3 deeli 6 July 2007 @ 12:42 pm

    Mh. Okay. Und wo ist bei dem Freiburger Beispiel jetzt der homoerotische Touch?

  4. 4 Chris 6 July 2007 @ 4:05 pm

    Die Vorgabe war doch “ähnliche Werbung mit anderer regionaler Biersorte” - und ich habe das ‘ähnlich’ jetzt nicht auf die Eigenschaft “homosexuell”, sondern auf “typisch für die Stadt” bezogen.

    Köln hat nun mal (ob es stimmen mag oder nicht), den Ruf weg, dass dort viele Homosexuelle wohnhaft sind.

    Freiburg hat das nicht. Freiburg hat stattdessen (zu)viele Linke und Fahrradfahrer. Und da nach meinem aktuellen Kenntnisstand in Deutschland kein Bier mit einem barfüßigen, bongospielenden Langhaarsoziologen bzw. einem Drahtesel auf dem Etikett verkauft wird, andererseits aber gerade Zäpfle DAS typische regionale Bier ist, halte ich mein Beispiel für ganz passend. Und daß Freiburgs Straßen (weil Studentenstadt) nicht nur zu Sommerzeiten fast überfüllt sind mit katzenhaften Schönheiten, das merkt jeder, der dort wohnt und länger als vier Sekunden vor die Tür geht.

  5. 5 madamesauvage 6 July 2007 @ 8:41 pm

    Am Flughafen gibt es “Der Kölner an sich verreist nicht gern.” (oder so ähnlich) neben einer Flasche Kölsch. Find ich auch sehr schön.

  6. 6 der.Grob 7 July 2007 @ 12:16 am

    obwohl ich ja dann doch lieber lecker reissdorf mag.

  7. 7 Hagen 7 July 2007 @ 12:14 pm

    Eine ähnlich “schwule” Werbung kann ich mir übrigens bei jedem Regionalprodukt vorstellen - so lange der Produzent beim Abwägen von Stigmatisierung beim Normalkundenplebs (”Ich trink doch kein Schwuchtelbier!”) und Umsatzsteigerung durch “Randgruppen”zulauf zu dem Ergebnis kommt, dass er am Ende mehr Geld verdient als vorher.
    Das regionale Nischenbier, das in liberaler Umgebung kokett mit der schwulen Zielgruppe flirtet, macht das ja nicht aus Menschenliebe, sondern aus marktwirtschaftlichem Kalkül. Der Kölner Biermarkt dürfte kein leichtes Pflaster sein - da kommt einem jeder neue Käufer doch sehr gelegen, zumal sich Werber ja schon seit Jahren große Dinge von der schwulen Käuferschaft versprechen, die ja als hip, gepflegt und Trends setzend gilt (– also als volles Gegenteil des deutschen Mannes an sich). Und ein bisschen Hoffnung auf die ausgeprägte Dankbarkeit und Markentreue von sonst vernachlässigten Minderheiten wird auch dabei sein.

  8. 8 madamesauvage 10 July 2007 @ 9:31 am

    Reissdorf ist der Jaguar, der Champagner, der Roger Federer unter den Kölschsorten!

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