walser bei der nsdap?
heute kam es durch die nachrichten, dass karteikarten aufgetaucht sind, die die zugehörigkeit martin walsers, siegfried lenz’ und dieter hildebrandts zur nsdap beweisen sollen.
ich beschäftige mich ja zwecks magisterarbeit momentan sehr intensiv mit grass und walser und so ärgerte es mich in den letzten tagen doch häufiger, dass meine lieblingsaltherren der deutschen literatur doch momentan recht häufig in den zeitungen vertreten sind.
war es vor ein paar wochen das interview, das beide zusammen in der zeit gaben, oder das podiumsgespräch zum gruppe 47-jubiläum, sodann die amerika-veröffentlichung von “beim häuten der zwiebel” und heute also das: walser in der nsdap.
er jedenfalls bestreitet das. er wüsste davon nichts. nutzt mir jetzt momentan nicht so viel, wir werden sehen, was das für auswirkungen haben wird. für mich jedenfalls hatte es die, dass ich heute von kiosk zu kiosk raste um FAZ, sueddeutsche und focus zu kaufen. übrigens bin ich ziemlich enttäuscht, da die vermeintlich unterschiedliche berichterstattung teilweise im gleichen wortlaut zu lesen ist. im prinzip schreiben alle nur voneinander ab. gut, das wundert mich jetzt nicht wirklich, dies ist ja gängige praxis, aber enttäuschen, ja das tut es mich schon.
doch da ein grosser bericht bereits gestern in der bild am sonntag veröffentlicht wurde, wie ich aus den artikeln entnehmen konnte, machte ich mich auf die suche, ob es montag nachmittags noch zeitungen von sonntags zu kaufen gibt. aber: fehlanzeige. und so frage ich euch:
wer von euch hat noch irgendwo eine bild am sonntag von gestern rumliegen? bitte sagt mir bescheid, es wäre echt wichtig!




2 Responses to “walser bei der nsdap?”
1 hith 3 July 2007 @ 8:05 am
BamS? Das wäre ja mal was, wenn sich in den Literaturstellen einer Magisterarbeit die Bild am Sonntag als Quelle finden würde …
Ob es überhaupt eine Unibibliothek gibt, die diese wertvolle Quelle abonniert hat? Wäre witzig, die dann per Fernleihe zu bestellen.
Schon alleine der Urheber dieser Nachricht, Focus, ist für mich ja sehr grenzwertig. Was nutzt es ob irgendwer damals in irgendeiner Liste stand, die Frage ist doch die, hat derjenige sich irgendwie aktiv am Geschehen beteiligt? Solange es keine Zeitzeugen gibt, die sich erinnern können, und sagen ja, der XY hat damals dies und jenes gemacht ist das in meinen Augen belanglos.
2 mel 3 July 2007 @ 10:31 am
Dieter Hildebrandt war am Freitag abend in der NRD-Talkshow zu sehen. Auch er steht mit auf dieser ominösen Liste. Sein Fazit: er könnte ja jetzt noch Alt-Nazi werden
Aber BamS per Fernleihe? Das wär doch mal was!
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