Archives for June 2007
Don’t impose - die Höflichkeitskolumne am Montag - heute: 18. Juni 2007
18. Juni – „Wo soll et denn hingonn?“
Müde drücke ich die Tür hinter mir zu. Es ist kurz vor zwei Uhr Sonntagnacht als ich zusammen mit einem Arbeitskollegen und Nachbarn die Stätte unserer Tätigkeit verlasse. Selbst in einer Großstadt wie der unseren fährt sonntags um diese Uhrzeit keine Straßenbahn. Schnell einigen wir uns darauf, mit […]
dass das glück in den kleinen dingen liegt
sagt man ja. glück als konzept fürs leben, nein, daran glaube ich nicht. an glücksgefühle in bestimmten situationen schon. meist sind es die kleinen dinge, die mich glücklich machen. letztes jahr war es die fanta, nach dem robbie-konzert, nach sonne und stundenlangem stehen, nach langen autostaus ist es das befreiende gefühl, wenn endlich ein wc […]
undank ist der welten lohn
manchmal übermannt mich die wut. ich halte mich für einen ausgeglichenen menschen, ich bin nicht so schnell wütend. aber gestern, gestern war es mal wieder soweit.
das telefon klingelte, dran war jemand, der mit mir damals die berufsschule absolviert hat, damals waren wir gute bekannte, nun telefonieren wir lediglich sporadisch. mittlerweile hat er sich mit einer […]
# 5 Lily Prior - La Cucina Siciliana
Oder Rosas Erwachen
Sinnlich ist wahrscheinlich das Adjektiv, das dieses Buch am Besten beschreibt.
Mit einer wunderbar poetischen Sprache beschreibt Lily Prior die Geschichte der Rosa Fiore, die in jungen Jahren ihre Liebe verliert, denn ihr Geliebter wird vom eigenen Vater erstochen. Sie flüchtet nach Palermo und verkriecht sich Jahrzehnte als Bibliothekarin in dunklen Kellern, bis […]
überstunden-abfeierei
gestern mittag noch wunderte ich mich, warum ich keine arbeitstermine vom chef geschickt bekommen hatte. abends fragte ich dann nach.
“Sie müssen im Juli mal anfangen, ihre Überstunden abzufeiern. Ich will Sie erst im August wieder hier sehen!”
Das lass ich mir doch nicht zwei mal sagen…
total exhaustion
nichts geht mehr. ich hab das gefühl, dass meine gehirngrütze den kopf durch die nase verlässt. ich will nicht mehr, kann nicht mehr denken.
phrasen wie “die positionierung des subjekts” und die “funktion der fiktionalitätsmarkierung” mitsamt der “kanalisierung der rezeption” und der “ich-konstitution” schwirrten seit zwei uhr durch meinen kopf, und das nicht nur heute.
aber jetzt […]
und schon wieder: STARTSEITE
# 4 Nick Hornby - A long way down
Dank der edlen Spende von Herrn Hith kam ich in den Genuß des aktuellen Hornby-Bestsellers. Und wie versprochen werde ich auch meine Meinung dazu kundtun.
Als ich das Buch zu lesen begann, konnte ich die Kritik, zu konstruiert, zu undifferenzierte Erzählstimmen, wirklich nachvollziehen. Das erste “Problem” sah ich, und sehe ich am Schluss des Buches immer […]
Don’t impose - die Höflichkeitskolumne am Montag - heute: 11. Juni 2007
„Verdammt, ich hab doch F gedrückt!“
Mühsam bahne ich mir mit meiner Freundin einen Weg durch gefühlte Tausende Kirchentagsbesucher, die den Bahnhof überquellen lassen. Nirgendwo ist ein Durchkommen, es wirkt fast, als ob die orange-betuchten Menschen immer mehr werden. „Nur schnell noch das Ticket am Automaten kaufen und dann ab auf den Bahnsteig“, sagt meine Freundin. […]



