first time himmelskörper
Es war mitten in der Nacht als ich bemerkte, dass es seltsam hell in meiner Wohnung war. Durch die Vorhänge schimmerte Mondlicht. “Es ist Vollmond”, sagte ich, “ich werde nicht gut schlafen können.” Später verschwand diese Helligkeit auf seltsame Art und Weise. Ich betrat meinen Balkon, dick angezogen mit Winterjacke und Halstuch, da es empfindlich kalt geworden war. Mitten in der Stadt konnte ich eine totale Mondfinsternis mitverfolgen. Kein Hochhaus oder Fernsehturm, kein Wölkchen und kein Regen versperrte mir die Sicht. Ich saß auf meinem Stuhl und schaute in den Himmel und verspürte Ehrfurcht vor den Mächten und Kräften des Universums, die so unendlich groß sind, das ich mit mitsamt meiner Probleme und Empfindungen so winzig klein vorkam.
Das half mehr als das Kopf-zurecht-rücken von anderen Personen vorher. Auf einmal war so Vieles glasklar.
Das es Frühling wird, weiß ich ganz sicher seit heute Mittag. Seitdem ich zwar mit warmer Hose, aber ohne Jacke, draußen auf dem Balkon in der Sonne saß. Nur ich, ein heißgeliebter Segafredo-Kaffee und die Sonnenstrahlen, die mein Gesicht erwärmten. Die Glücksgefühle stellten sich automatisch ein. Verstehen konnte ich auf einmal, was die Oma schon immer gesagt hat: Der größte Trost liegt in der Natur. Recht hat sie.




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