Tag 3
Noch zwei Tage bis zum Bergfest. Drei gearbeitete LKA-Tage fühlen sich an, wie mindestens 10. Die ersten Erschöpfungsanzeichen sind sichtbar, die Beine sind schwer und schmerzen direkt nacht dem Aufstehen, die Stimme wird brüchig, der Hals tut schon weh, die Augen sind müde.
Bedingt durch die seltsamen Essgewohnheiten (Aufstehen, Brot, Stunde Später: Mittagessen, dann: Arbeit, ab dann nichts mehr zu essen außer einem Gummibärchen ab und an) habe ich morgens ein widerwilliges Essgefühl und ab vier Uhr nachmittags Hunger. Gestern waren es Frikadellen, die ein Gast an mir vorbeitrug, die meinen Neid weckten, vorgestern Fritten. Frikadellen? Ich weiß auch nicht was los ist….
Ansonsten gestern irgendwie….nunja. Es hat sich alles eingespielt, man weiß wieder wie der Hase läuft (obwohl es ja jedes Jahr das Gleiche ist und ich das Spielchen jetzt zum Vierten Mal mache).
Gestern ist nichts Spektakuläres passiert, wir brachten unsere 11 Arbeitsstunden hinter uns und waren uns auch schnell einig. Ein Bier muß her. Also mit alle Mann um drei Uhr nachts in die Kneipe, auf ein Absackerbier. “Wirklich nur eins”, sagte ich noch, “ich muss ja meine Bahn erreichen”.
Aus dem einen Bier wurden dann zwei, reingehauen haben sie wie 10. Ein netter junger Mann fuhr mich dann sogar noch nach Hause, so dass ich bloss noch in mein Bett fallen musste.
Ansonsten? Gärtner, Hänneschen, Funkenmariechen.
Der Trend geht zum Wurstkostüm und die Lieblingsverkleidung junger Frauen um die 20 scheint Nutte zu sein.




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