Tag 2

Nun ist auch der zweite Tag hinter mich gebracht. Irgendwie war er vertrackter als der erste, und situationsreicher.

Mein Ziemlich-weit-oben-Chef erklärt mir tatsächlich, wie man Prozent rechnet und hält sich damit für Einstein und mich für ein Neandertalermädchen. Aber ich lasse ihm die Freude und die Bestätigung und lasse mir erklären, dass, wenn man den Preis für ein Bierfass durch 1,19 dividiert, man den Betrag der Mehrwertsteuer erhält. Aha. Danke dafür.

Kollegin K., die den selben Job zu tun hat über diese Karnevalsveranstaltung wie ich, nur auf der gegenüberliegenden Seite der Halle, hat nicht gar so viel Glück. Sie findet auf einmal auf ihrer Theke ein blutendes Mädchen, welches von den Sanitätern dorthin verfrachtet wurde. So ganz verständlich wurde mir die Geschichte nicht, ich hörte was von, betrunkener Freund wirft Bierkrug nach ihr, sie fällt über eine Stuhlreihe, in Scherben und hat im Endeffekt eine zwei Handteller große offene Fleischwunde an der Seite. Kollegin K. heult, zittert und ist schockiert. Sie kann an kaum was anderes denken, kein Wunder, hielt die Verletzte doch ihrer Hand und blutete die ganze Theke voll. So kommt auch sie zu den Sanitätern, nach einer halben Stunde Pause und dem Wundermittel Pepsi darf sie weiterarbeiten.

Ansonsten? Sträflinge, Polizisten, Stewardessen. Und vor allem: Köln-Kostüme.

10 February 2007 | | la vida quotidiana | Comments

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