ausser gefecht
lag ich, gefangen in einem fremden raum, in einem fremden bett.
zuviel wutenergie war in meinem körper gespeichert, welche nun, pünktlich zum neuen jahr, sich entlud. migräne ist es schon kaum noch zu nennen, heftig wie noch nie zuvor. regungslos lag ich in völliger dunkelheit, das sprachzentrum blockiert, ein müder geist gefangen in einem sterbenden körper.
a. zog irgendwann die notbremse. telefonierte beinahe stündlich mit meiner mutter, der migräneexpertin. irgendwann zog er mich aus dem bett und schleppte mich zum notarzt.
sogar die vene war zu, so musste die spritze aus dem einen arm wieder rausgezogen werden, um in den anderen gestochen zu werden. zu dritt hielt man mich, da ich so kraftlos war, dass ich von der liege zu fallen drohte.
danach zu bett gebracht, wie eine alte frau. keinen schritt ohne stütze. in einen dunklen, unruhigen schlaf gefallen, aufgewacht heute morgen, völlig benebelt.
die schmerzen sind weg, der schwindel nicht. aber es wird. hoffe ich. und stelle meinen körper vor die aufgabe, mit den reisetaschen den weg zum dom zu finden.




3 Responses to “ausser gefecht”
1 neous 4 January 2007 @ 6:46 pm
Mensch, was machst du bloß…und wir ahnungslos hier…
2 Chris 5 January 2007 @ 12:19 am
Ich bin in Sorge, denn: Nathalie, du machst dich kaputt. Und irgendwann, irgendwann wird es hier keine Einträge mehr geben, weil du dich dermaßen fertig gemacht hast, dass du nicht mal mehr die Tasten triffst. Lieber mal low, nicht ganz so viel rotieren, heißes Bad einlassen, langsam bewegen…
3 Wasserhexe 5 January 2007 @ 10:06 am
Ich bin in Gedanken bei dir!!!
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