manche dinge ändern sich nie…

heut nachmittag kam astrid vorbei..und ich fiel zurück in pubertäre muster…nicht nur ständiges hysterisches kichern auf dem balkon. nein. ganz spezielle muster, die sich eingenistet haben ab dem furchtbaren 14. lebensjahr.

wir wollen pizza holen. der laden macht erst um sechs auf, also müssen wir vorher noch zeit totschlagen. wir gehen was die strasse rauf, bißchen läden gucken, wie mädchen das so machen. aus unserer zeit in england haben wir eine gemeinsame leidenschaft. ausländische supermärkte. ich liebe das, stundenlang mit muße an den regalen langzuschlendern. millionen dinge in die hand zu nehmen und zu raten, was in der bunten verpackung wohl drin ist.

heute waren wir bei einem türkischen supermarkt. schauen uns riesenpackungen oliven an, klebrigen süßkram und käse…
die taschen voll mit kram, den wir gaaaanz dringend brauchten, verlassen wir den laden und entern die pizzeria.

ich hab einen hang mich selber zu blamieren. ein netter junger (durchaus attraktiver) italiener begrüsst uns und bedient uns. ich frage ganz harmlos: “wohnst du nicht auch hier hinten im haus?” (gemeint ist das haus gegenüber, in dem mind. eine million italiener wohnen, die ich vom balkon beobachten kann, wie sie sich in boxershorts die zähne putzen)

und dann er, schaut mich ganz seltsam an, als ob ich ihn grad ganz plumb ganz dumm angemacht habe: “wieso, hast du mich da schon mal schlafen sehen?

abfuhr. astrid bricht in lachen aus.  da wird mir auch die situation klar. beinah fluchtartig verlassen wir die pizzeria…..

2 August 2006 | | geschichten aus der großstadt | Comments

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