odyssee ins all - naja. beinah ;-)
gestern war ich meine eltern besuchen.
nun gut. das klingt an sich nicht so wild. aber gerade DAS war der startpunkt für einen äusserst, wie soll ich sagen?, unglücklichen, frustrierenden tag. ein tag, der einfach nur vorbeigehen soll, an dem ich mich gefühlt habe..wie eine marionette, die keine kontrolle über ihre gliedmaßen hat. jemand anders -wer auch immer- kontrollierte mich.
die mutter - die freundlichkeit in person. hast du zugenommen? dein po ist so dick geworden. und du musst was für deine beine tun. gut - du hast endlich die strubbelmähne abgeschnitten. die war eh schon lange nicht mehr schön. weiter will ich nicht ausführen. die devise hiess: zähne zusammenbeissen. ein hoch auf die harmonieglocke, die über mir liegt.
dann war ja noch das james blunt konzert. eigentlich wollten astrid und ich in den beachclub, zaungast spielen und zero 7 und j.b. hören. dann - unwetter. sturm. regen. wolkenbrüche ohne gleichen. äste werden abgerissen. innerhalb von einer minute bin ich komplett durchnässt. nach langem hin und her sagen wir das ab, verschieben unser bier auf ein paar tage später. natürlich hat es nachher - als es zeit für das konzert war - nicht mehr geregnet.
irgendwann wollte ich dann endlich nach hause. verdient hatte ich es mir ja. so stand ich dann um acht in erftstadt am bahnhof. der zug steht schon in richtung köln auf dem bahngleis. ich frage drei leute..warum er da steht. der zug wäre zu früh dagewesen -passiert nie! - und warte nun auf 20.16..dann fahre er nach köln.
ich steig ein. der zug fährt planmäßig los - in die falsche richtung. richtung eifel. frustriert steige ich in weilerswist aus. glücklicherweise habe ich den zug nach köln noch nicht verpasst - der hatte verspätung. ich steige also nach wartezeit da wieder ein….dann kommt die durchsage: dieser zug fährt heute nur bis erftstadt.
also alle mann in erftstadt wieder aussteigen. damit war ich wieder da, von wo ich losgefahren bin. mit mir ungefäht 150 leute am bahnhof. (soviele hab ich da noch nie auf einen haufen gesehen.) bahnersatzverkehr wäre eingerichtet. das hies, ein bus stand am bf. ich frage den busfahrer, wo er hinfährt. “nach köln”. “mmh und wohin genau?” - “kalscheuren”.
das ist nicht köln, das ist hürth. dazu ist zu sagen, dass von kalscheuren nur jede stunde ein zug nach köln fährt. wie ich erfuhr, hat der sturm einen baum zum umstürzen gebracht, dieser ist auf ein gleis gefallen und hat einen zug entgleisen lassen, zwischen erftstadt und kalscheuren. unter diesen bedingungen war es recht unrealistisch zu glauben, der bus würde nach kalscheuren fahren, und man könne von dort direkt weiter kommen.
ich frage den busfahrer, ob er mich an der strassenbahnhaltestelle in hürth rausschmeissen kann. das hätte eigentlich kein problem sein dürfen - er fuhr dran vorbei. nach etwas gemotze hat er das dann auch gemacht.
und dann stand ich in hürth. die 18 war gerade 2 minuten weg. die nächste kam erst 30 minuten später. zu diesem zeitpunkt war ich völlig frustriert. ich hab dann astrid angerufen. ob ich noch auf ein abfuckbier vorbeikommen könne.
gesagt getan. ne stunde auf dem balkon bei ihr bei einem kölsch aufgeregt.
ist mir wohl in den kopf gestiegen. habe dann noch mal ne knappe halbe stunde bis nach hause gebraucht und viel völlig entkräftet ins bett…




One Response to “odyssee ins all - naja. beinah ;-)”
1 Chris (nicht-Informatiker) 12 July 2006 @ 5:26 pm
… das, das ganze Ding da, das war wieder so eine Sache, wo ich nach ungefähr siebeneinhalb Zeilen erneut denken mußte: so etwas passiert nur Nathalie. Ich meine sehr unglückliche, eigentlich höchst unwahrscheinliche Ereignisse dermaßen konzentriert auf einen Tag und vor allem eine Person. Grotesk. Nun, was nicht tötet, härtet ab (fünf Euro in das Phrasenschwein). Du lebst ja noch, immerhin. Man ist ja schon für Kleinigkeiten dankbar…
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